Allianz Fahrweg prüft die Auswirkungen der durch die Klimaveränderung verursachten höheren Belastungen unserer Bahnstromkomponenten.
Der Klimawandel führt zu häufigeren und intensiveren Extremwetterereignissen wie Hitze, Starkniederschlägen, Stürmen sowie Hochwasser. Diese Entwicklungen können die Bahnstromversorgung beeinflussen, insbesondere Fahrleitungsanlagen, Kabelsysteme, Primär- und Sekundäranlagen. Ziel dieses Projektes war es, die Auswirkungen auf Bahnstromkomponenten zu bewerten und möglichen Handlungsbedarf aufzuzeigen.
Das Projekt-Team analysierte die Klimaszenarien CH2025 und bewertete relevante Klimafaktoren wie Hitze, Niederschläge, Sturm, Hochwasser, Schnee, Eis und Blitzschlag hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die verschiedenen Bahnstromkomponenten. Mittels einer Risikoanalyse wurden die Komponenten den veränderten klimatischen Bedingungen gegenübergestellt und daraus Risiken sowie mögliche Massnahmen zur Erhöhung der Resilienz abgeleitet.
Die Analyse zeigt, dass insbesondere Hitzeereignisse, Starkniederschläge und Oberflächenabfluss künftig zunehmen werden. Für die nächsten 20 bis 30 Jahre sind jedoch keine signifikanten Anpassungen an den bestehenden Bahnstromkomponenten erforderlich. Aufgrund der Erkenntnisse wird empfohlen, ab einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur um +3 °C gezielte Überprüfungen und Anpassungen der Fahrleitungsanlagen einzuleiten. Bei einer Erhöhung von +5 °C sollte eine umfassende Überprüfung der Dimensionierungsgrundlagen und technischen Auslegung aller relevanten Bahnstromkomponenten erfolgen. Besondere Aufmerksamkeit wird künftig Starkniederschlägen und der standortspezifischen Entwässerung gelten.
Der Abschlussbericht steht zum Download zur Verfügung.